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Die Welt über Deutsche

#Die Welt über Deutschland

Was denken die 
Menschen weltweit 
 ueber uns Deutsche? 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht in allen bereisten Ländern zu erfahren, was die Welt über uns Deutsche wirklich denkt.

Hierzu haben wir Einheimische der jeweiligen Länder gefragt, was ihnen zuerst in den Sinn kommt, wenn sie an Deutschland und uns Deutsche denken.

Die Antworten reichen von überraschend, über schockierend und unerwartet bis hin zu bestätigend und schmeichelnd

Aber seht selbst; hier findet ihr die Antworten und Zitate nach unseren Reiseländern sortiert:

 

NAMIBIA 

Eine wunderschöne Klassifizierung eines älteren Herren für unsere Nation:

„Ach ja, Deutschland. Das Land in dem auch dann alle arbeiten, wenn der Chef nicht hinsieht.“
 
AUSTRALIEN
 
 An der australischen Westküste ist das Bild über uns von folgender Meinung geprägt:
   
„Trinken nicht alle Deutschen Bier und tragen Lederhosen?“
   
„Deutschland, das ist dort, wo der Sperrmüll poliert wird, bevor er auf die Straße kommt, dass ja keiner denkt, man wäre dreckig.“
  
„Keiner möchte zugeben, dass er bei Discountern wie z.B. Aldi oder Lidl einkauft. Es wirft ein schlechtes Bild auf das eigene Image… Zumindest war das früher so. Deutsche kaufen eher, wenn es teuer ist, weil das allgemeine Denken besagt: Wenn es nix kostet, dann kann es auch nix sein!erinnert sich ein deutscher Auswanderer, der seit über 40 Jahren in Australien seine neue Heimat gefunden hat.
  
Außerdem schwanken die Meinungen über die deutschen Autobahnen und deren „Freier Fahrt“ von Bewunderung, über Respekt, Ehrfurcht und Neid, da das Speed-Limit in Australien bei 110 km/h liegt.
  
Einen Australier aus Melbourne lässt „Deutschland“ an folgende Dinge denken: „Sanifair“ – öffentliche Toiletten-Anlagen mit allem Schnick-Schnack, Bier, Brezeln, gute Züge und Modernität.
  
In Cusco/Peru treffen wir auf einen weiteren Australier. Er arbeitete in London als Chef von Deutschen, Italienern, Engländern und Franzosen:
  
„Die Deutschen waren die Besten und Produktivsten. Aber sie sagen einem eben auch, wo es lang geht und was ihnen nicht passt. Sie stellen viel in Frage und möchten immer optimieren. Ich habe die Arbeitseinstellung der hart arbeitenden Deutschen, ihre Pünktlichkeit, die Qualität und Ehrlichkeit immer sehr geschätzt und halte euch für sehr „straight„.
Uns soll es recht sein :-)

 

NEUSEELAND 
Im Gespräch mit Einheimischen hören wir auf Nachfrage folgende Aussagen:
„Deutsche sind die, die bei einem Unfall (Spiegel abfahren etc. …) ganz anständig warten und nicht einfach wegfahren.“
 
„Deutschland steht bei uns für Hitler und Bierfeste.“
 
In einem Pool auf Fiji lernen wir zwei Neuseeländer kennen und tauschen uns angeregt aus:
 
„Wenn wir Deutschland hören, kommt uns sofort Perfektion, Exzellenz und Qualität in den Sinn. Aus unserer Sicht wird das alles erreicht, weil Deutsche regelrechte „Workaholics“ sind. Außerdem waren wir schon immer von deutschen Autos fasziniert und deutsche Ingenieure genießen in Neuseeland ein hohes Ansehen.“
 „Wenn wir uns mit unseren Landleuten unterhalten, dann ist der weitläufigste Wiedererkennungswert vermutlich München, Bierfeste und Hitler.“
FIDSCHI 
Mit unserem indischen Taxifahrer, der uns auf Fiji zum Natadola Beach fährt, kommen wir schnell ins Gespräch:
 

„Also wenn ich an Deutschland denke, kommt mir zuerst Adolf Hitler in den Sinn. Danach denke ich natürlich an Fußball und schließlich habe ich gehört, dass Deutschland ein wunderschönes Land sein soll!“

 
Von Dodo, unserem Taxifahrer, der uns vom Flughafen an unser Resort fährt, möchten wir natürlich auch wissen, was er alles über Deutschland weiß:
 
„Als aller Erstes muss ich neidlos zugeben, dass Deutschland einfach ein sehr gutes Team hat, wenn es um Fußball geht. Was mir als Taxifahrer natürlich direkt in den Sinn kommt ist, dass in Deutschland auf der rechten Seite gefahren wird und vor allem, dass ihr eine „Autobahn“ habt, auf der man so schnell fahren kann wie man will!“
Naja, nicht ganz… aber wir lassen ihn in dem Glauben 😉
USA 
Bei einer privaten Autovermietung auf Hawaii erleben wir folgendes Vorgehen:
Die kleine Autovermietung verlässt sich auf die Kontakte der deutschen Gemeinschaft auf Kauai, und fährt damit bisher sehr gut.
 
„Ich vermiete fast ausschließlich an Deutsche. Und das aus Überzeugung, denn sie fahren vorsichtig und routiniert. Aber vor allem geben sie das Auto sauberer ab, als es ursprünglich vorher war. Nur, dass man ihnen nichts nachsagen kann… 😉 „
  
Ein Amerikanischer Urlauber aus San Diego kommt beim Volleyballspiel auf Kauai mit uns ins Gespräch:
  
„Deutsche sind funktionell und sagen einem immer, wenn man falsch liegt. Was richtig und falsch ist, bestimmen sie natürlich auch 😉 „
  
An der Bucht von Laguna Beach in Kalifornien treffen wir auf den in Afghanistan geborenen Schauspieler Fahim Fazli, den wir z.B. aus der Serie „24“ kennen. Meist spielt er aufgrund seiner Optik den Bösen oder einen Terroristen 😉 Er spricht uns an und kommt ins Schwärmen über Deutschland:
 
„Ich brauche wohl nicht zu erklären, dass wir uns aufgrund der historischen Geschehnissen und Unterstützung zu Deutschland hingezogen fühlen. Ich mag Deutsche sehr, weil sie eine sehr starke und eigene Mentalität haben, sehr „straight“ sind und sie meinen, was sie sagen! Außerdem halte ich euch für sehr schlau.“
 

Unsere ungarischen Auswandererfreunde klären uns darüber auf, was die USA über uns Deutsche denkt:

„Die Amerikaner mögen Deutsche deshalb sehr, weil Ihnen viele gute Tugenden wichtig sind, wie z.B. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. Außerdem wird die deutsche Gründlichkeit und Effizienz sehr geschätzt. Die Amerikaner halten euch Deutsche außerdem alle für „Workaholics“.“
 
Kaum zu glauben, aber auch mit solchen Fragen werden wir in den USA konfrontiert:
„Wo regiert denn die Hitler Familie heute?“ / „Wie alt ist denn Hitler heute?“
 
Ähm, bitte was?!?
MEXIKO
Während den gut 3 Wochen in Mexiko kommen wir sehr oft mit Einheimischen ins Gespräch und stellen auch ihnen unsere Frage. Folgende Antworten bekommen wir immer wieder:
„Deutschland? – 2. Weltkrieg!“
„Wenn ich an Deutschland denke, fällt mir sofort das Oktoberfest und viel Bier im Allgemeinen ein! Das muss einfach herrlich sein. Eine riesen Party!“
„Ist doch klar: Fussball!“
„Deutschland stelle ich mir als sehr grünes Land vor. Wahrscheinlich kommt es daher, dass die Deutschen sich sehr um unsere Umwelt, unseren Planeten und ihr eigenes Land kümmern.“
„Für mich steht Deutschland für Technologie, Fortschritt und ein großes Erbe an Kultur.
 
In Tulum treffen wir auf einen Belgier, mit dem wir uns auf ein Bier verabreden. An diesem Abend erfahren wir so einige interessante Dinge… hier die, die uns im Gedächtnis geblieben sind:
„Eine Situation kommt mir direkt in den Sinn, wenn ich an Deutschland denke: Ich stand mit einem Freund im Auto an deiner großen Kreuzung. Die Ampel zeigte rotes Licht an. Es war kein Auto weit und breit zu sehen. Trotzdem haben wir eine gefühlte Ewigkeit gewartet. Alle halten sich daran, dass das Licht rot ist, auch wenn keine Gefahr droht. Keiner würde es wagen über rot zu fahren. Das finde ich wirklich beeindruckend! Das würde in Belgien nie passieren!“
„Ehrlich gesagt versuchen wir die Deutschen zu kopieren, weil wir selbst so unorganisiert sind.“
„Bei einem Fussballspiel waren die zwei gegnerischen Fanblocks nur durch einen Zaun und 2 (!!) Ordner getrennt. Keiner hat versucht aufeinander loszugehen, obwohl offensichtlich keine großen Widerstände zu überwinden gewesen wären. In Belgien und England wäre das undenkbar! Bei den Deutschen hält man sich eben größtenteils an Regeln und ist sich über die Konsequenzen und deren Tragweite bewusst. Das findet man in anderen Ländern kaum.“
COSTA RICA
In Costa Rica ist eine Art „Faszination“ gegenüber dem Thema „Hitler“ zu spüren. Warum dies fast immer die erste Antwort ist, erklärt uns unser Tourguide im Manuel Antonio Nationalpark an der Pazifikküste im Süden Costa Ricas:
 
„Vermutlich werden euch fast alle südamerikanischen Länder diese Antwort geben. Wisst ihr, viele Menschen sind von ihm fasziniert. Ich selbst halte ihn für einen sehr schlauen Mann. Und ich erkläre euch auch warum: So wie alle schlauen Menschen ist er bei dem Test seine eigenen Theorien zu beweisen gestorben. Das macht aus meiner Sicht große Persönlichkeiten aus. Natürlich ist uns bewusst, dass viel Schlimmes passiert ist, dennoch übt diese Geschichte eine gewisse Faszination auf uns aus.“
Zum Glück bekommen wir während unserer Zeit in Costa Rica auch noch andere Antworten, die sich allerdings sehr gut zusammenfassen lassen:
 
„Bier!“
„Fußball!“
Na bitte, was wollen wir mehr?! 😉
KOLUMBIEN 
In Kolumbien habe ich persönlich mein krassestes Erlebnis. In einem öffentlichen Krankenhaus stehe ich als einzige Ausländerin mit ca. 10 Kolumbianern im Fahrstuhl. Auf die Frage, wo ich herkomme, antworte ich ordnungsgemäß mit „Aus Deutschland“, ohne ahnen zu können, was daraufhin passiert:
Der Mann, der mir diese Frage gestellt hat, bringt sich sofort in Position und macht den Hitlergruß. Alle anderen lachen belustigt.
Ich bin schockiert und vermutlich steht mir die Empörung ins Gesicht geschrieben  😳  Ich versuche mit gestückeltem Spanisch klar zu machen, dass das überhaupt nicht lustig ist und man in Deutschland hierfür sogar Strafen bekommt! Völlig geschockt und kopfschüttelnd steige ich aus dem Fahrstuhl und kann es gar nicht glauben.
Tatsächlich ist auch in Kolumbien – wie bereits in Costa Rica angekündigt – die Faszination gegenüber diesem Thema sehr groß.
In Taganga treffen wir beim Abendessen auf einen Russen, der ebenfalls durch Kolumbien reist und seit 3 Jahren in Kassel arbeitet und lebt. Wir kommen in ein interessantes Gespräch und ich stelle meine gewohnte Frage: Woran denkt er zuerst, wenn er an Deutschland denkt?!
Nach kurzer Überlegung antwortet er:
 
„Auf diese Fragen würde ich gerne aus zwei Perspektiven antworten. Zunächst, was ich früher über Deutschland dachte, als ich noch in Russland lebte und dann welche Erfahrung ich in den letzten 3 Jahren in Deutschland gemacht habe. Diese Zeit wirft nun ein anderes Licht auf meinen vorherigen Eindruck.
 
Bevor ich von Russland nach Deutschland gezogen bin, dachte ich immer, es ist ein sicheres Land, mit einem sehr kontrollierten und wenig aggressiven Volk. In Russland hat man den Eindruck, dass man in Deutschland eine hohe Lebensqualität und sehr guten Qualitätsstandard hat. Ein Land, das von Stabilität, Pragmatismus und Pünktlichkeit geprägt ist.
Blicke ich jetzt auf meine 3 Jahre in diesem Land zurück, so empfinde ich es zwar immer noch als pragmatisch, jedoch leider nicht mehr im positiven Sinne. Dank der Deutschen Bahn weiß ich nun, dass Deutschland zu Unrecht als pünktlich und zuverlässig gilt ;-). Auch die viel gepriesene deutsche Qualitätsarbeit ist nicht mehr das, was sie mal war, denn sie leidet nach meinem Empfinden darunter, dass diese Arbeiten nun vorwiegend von ausländischen Gastarbeitern übernommen werden.
Aber was mich doch sehr nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass Deutschland immer den Drang hat es allen recht machen zu wollen und dabei das eigene Volk vernachlässigt wird. Das ist für mich sehr ungewöhnlich, ungesund und wird nach Außen hin falsch wahrgenommen. Daher muss ich inzwischen sagen, dass ich Deutsche in jeglicher Hinsicht als ZU höflich empfinde.
Es ist wirklich erstaunlich und ich wundere mich häufig darüber, dass ihr immer die Fehler bei euch und eurem Volk sucht und niemals jemand anderes Schuld hat.
Am eigenen Leibe habe ich erfahren, dass man als Ausländer teilweise mehr Rechte und Ansprüche hat, als der Deutsche selbst. Ich möchte mich nicht darüber beschweren, nicht falsch verstehen. Die Unterstützung, die ich bei meiner Ankunft in Deutschland erfahren habe, ist beispiellos und zunächst fand ich das natürlich sehr positiv. Mit etwas Abstand betrachtet finde ich es jedoch nicht mehr richtig. Es ist einfach alles zuviel des Guten.
Nur als Beispiel: in Konferenzen und Firmen wird plötzlich englisch gesprochen, ohne Rücksicht darauf, dass dies ja gar nicht die Muttersprache einiger Mitarbeiter ist.
 

Deutschland möchte immer Harmonie und ihr wollt „die Guten“ sein. Ihr nehmt Rücksicht auf die ganze Welt und vergesst dabei das eigene Volk und dessen Rechte. Ich frage mich, wie lange sich Deutschland wohl noch schuldig für das fühlen wird, was vor mehreren Jahrzehnten passiert ist?!“

Alles in allem ein sehr erfrischendes, aufrichtiges und ernüchterndes Gespräch, dass vermutlich vielen Deutschen Bürgern aus der Seele spricht. Auf jeden Fall hat es uns mal wieder zum Nachdenken angeregt.
PERU 
In Cusco treffen wir auf einen Peruaner, der eine Zeit lang in Luxemburg gelebt hat, und sich aktuell mit dem Verkauf von selbstgemachtem Schmuck in der Anden-Stadt über Wasser hält. Mit ihm kommen wir schnell in ein sehr offenes und angeregtes Gespräch:
 
„Sowohl in Peru, als auch in Luxemburg werdet ihr Deutsche als sehr ehrliche Leute angesehen. Wir schätzen sehr den respektvollen Umgang mit anderen und die Toleranz gegenüber anderen Kulturen.
Natürlich gibt es auch einige, die euch sehr stark mit dem 2. Weltkrieg in Verbindung bringen, allerdings stehen tatsächlich andere Dinge im Vordergrund.
Generell mögen die Peruaner Deutsche sehr gerne. Dafür allerdings keine Franzosen, da sie uns zu arrogant erscheinen und schon gar keine Amerikaner! ;-)“
 
Uns soll es recht sein… 😉
BRASILIEN
 Eine Reaktion begegnet uns immer wieder und macht uns klar, wie unvergesslich dieses Ereignis für das gesamte Land offensichtlich ist. Sobald wir uns als Deutsche outen entfährt den Brasilianern in 90 % der Fälle folgendes:

„7:1!!!“

– zumeist begleitet von einem Kopfschütteln und einer leidenden Mimik.
Die WM im Jahr 2014 scheint tiefe Spuren hinterlassen zu haben, die ein richtiges Trauma für das Volk darstellt.
 
Im tiefsten Inneren freuen wir uns darüber, aber nicht, weil wir die mit den 7 Toren waren (Juhuuu), sondern, weil endlich mal wieder ein anderes Thema an erster Stelle steht und der Fokus somit von einem ungeliebten Thema abrückt. In diesem Fall ist also die 1. Assoziation der Fußball, bzw. die „Blamage“ für das Gastgeberland.
 
„Deutsche sind hierzulande bekannt für Effizienz, Perfektion und  Hitler.“
  
Auf einer langen Nachtfahrt von den Iguazu-Wasserfällen nach Curitiba lernen wir im Bus ein Mädchen kennen, das sich unbedingt mit uns unterhalten möchte.
 
„Ich halte Deutsche dank der guten Schul- und Ausbildung für sehr schlaue und intelligente Menschen. Ich bewundere es, dass ihr in der Schule kostenlos Sprachen lernen dürft, da dies in Brasilien nicht selbstverständlich und teuer ist. Ich glaube außerdem, dass Deutsche immer pünktlich, sehr korrekt und offen sind, da sie viel reisen. Ich stelle mir vor, dass der Lebensstandard sehr hoch ist. Trotzdem kommen wir über eine Sache nicht hinweg: Das 7:1 im eigenen Land bei der WM! ;-)“
 
Ergebnis: 
Die haeufigsten Antworten
… Top 5 …

Nachdem wir die Ergebnisse aller Befragten ausgewertet haben, kommen wir zu folgender Reihenfolge der meist gegebenen Antworten:

1 – Hitler

2 – Bier / Oktoberfest

3 – Fußball

4 – Arbeitseffizienz / Qualität

5 – Deutsche Autos

 

 Auch hier wird mal wieder deutlich, wie sehr uns unsere Vergangenheit und Geschichte immer noch verfolgt, beeinflusst, charakterisiert und immer wieder einholt. Es ist erschreckend und traurig zugleich, dass bei schätzungsweise 80 % der befragten Personen die spontane und erste Antwort „Hitler“ ist.
 
Nicht allen ist bewusst, dass er kein Deutscher war, was natürlich in der Tragik der Geschichte auch zweitrangig ist, da es nun mal in Deutschland passiert ist. Das ist es, was weltweit in den Lehrbüchern über Deutschland steht. Nicht viel mehr wird über uns und unser Land in den Schulen weltweit vermittelt. Eigentlich eine Schande, hat unser Land doch so viel mehr zu bieten…
 
Aber sind wir mal ehrlich; Wem von uns fällt denn spontan mehr zu z.B. Kolumbien ein als „Drogenkartelle“, „Pablo Escobar“, „Kriminalität“, „Gewalt“ und „Korruption“?! Wenn wir in der Schule überhaupt etwas über diese Länder lernen, dann wahrscheinlich auch nur die Dinge, die für ein Land prägend waren und nicht unbedingt die Entwicklung danach, die vielfältige Natur, die hübschen Frauen, den tollen Kaffee und die heißen Rhythmen. Daher ist es unseren Mitbürgern gar nicht zu verübeln, dass sie nicht viel mehr über uns und unser Land wissen, als wir es von ihrem auch tun.
Trotzdem sind wir es einfach leid, dass unser schönes und erfolgreiches Land immer noch auf die Spuren der Vergangenheit konzentriert bzw. degradiert wird.
So schlimm alles gewesen sein mag, wir fühlen uns nicht schuldig dafür, denn wir waren zu dieser Zeit noch nicht mal geboren!
Und Deutschland – vor allem unsere Politik – sollte auch langsam mal aufwachen und sehen, dass das ewige „schuldig fühlen“ zu nichts führt. Aus Schuldgefühlen heraus zu handeln und Entscheidungen darauf zu basieren hat noch nie zum Erfolg geführt – egal ob privat, beruflich oder politisch!
Alles in Allem ist es jedoch so, dass wir außer der ständigen Konfrontation mit Hitler und über unsere aktuelle Politik nichts Negatives über uns Deutsche gehört haben. Ganz im Gegenteil; wir scheinen fast überall willkommene Gäste zu sein, denen ein guter Ruf mit brauchbaren und erstrebenswerten Qualitäten vorauseilt. Wir genießen weltweit eine hohe Anerkennung für unsere Tugenden und unser Moralverständnis.
 
Und eines steht doch auch fest: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! Die Medien verbreiten häufig viele Dinge, die fernab jeglicher Realität und völlig überzogen sind, sogar schon fast an Panik-Mache grenzen. Warum? – Gute Frage!
 
Also, wagt euch hinaus in die Welt, seid stolz auf eure Herkunft und lasst euch auf keinen Fall durch Vorurteile auf- oder von etwas abhalten! :-)
   
Eure Weltenbummler,
Angelika & Tobias

Er.Lebe.

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#Was kostet eine Weltreise?

Kosten unserer
Weltreise
In 1 Jahr um die Welt

 

Die wohl am häufigsten gestellte Frage beim Thema „Weltreise“ ist vermutlich folgende:

„Was kostet denn eine Weltreise??“

Womit muss man rechnen? Hier seht ihr alle Kosten im Überblick und kategorisiert.

Wahrscheinlich ist jedem klar, dass sich dies nicht pauschal beantworten lässt, da es natürlich eine höchst individuelle Angelegenheit ist. Es kommt nicht nur auf die Länge der Reise, sondern auch die Art, sowie die Anzahl der Länder und somit Flüge an.

Unser Anstreben war es, die Welt möglichst mit einem Budget von 20.000 € zu bereisen. Uns war von Anfang an klar, dass das eine ziemlich sportliche Angelegenheit werden würde und wir uns definitiv von Komfort erst mal verabschieden können.

Mit viel Disziplin, Verzicht und Einschränkungen haben wir es geschafft, unser geplantes Budget sogar noch zu unterschreiten. Aber seht selbst:

 Kosten der Reisevorbereitung 

Schon bevor die Reise überhaupt losgeht fallen diverse Kosten an. Zum Glück waren wir bereits vor der Weltreise aufgrund unserer vorherigen Reisen sehr vielseitig ausgestattet und mussten nicht mehr allzu viel in Kleidung und Ausrüstung investieren.

Trotzdem gab es Kosten, die bereits vorher zum Tragen kamen. Hierzu zählen vor allem die Kosten für  eine umfassende und sinnvolle Reisekrankenversicherung (inklusive medizinisch sinnvollem Rücktransport, Überführung im Todesfall, inkl. USA und Kanada, ohne Selbstbeteiligung für Reisedauer bis 365 Tage), die über den gewöhnlichen Versicherungs-Zeitraum von maximal 6-8 Wochen Auslandsaufenthalt hinaus geht. Und auch eine Reiserücktritt, -Abbruch, -Gepäck und Diebstahlversicherung ohne Selbstbeteiligung kann ein kostenintensives Unterfangen sein. Wir haben diese Versicherungen beim ADAC abgeschlossen.

Hinzu kommen die Kosten für notwendige Impfungen, die bei uns nur teilweise von der Krankenkasse übernommen wurden. Für welche Impfungen wir uns final entschieden haben erfahrt ihr hier.

Komplettiert werden diese Kosten durch Passbilder, zwei Internationale Führerscheine, neue Kofferrucksäcke, die wir glücklicherweise reduziert ergattern konnten.

Kosten Vorbereitung

Kosten waehrend der Reise 

Ja, wir haben tatsächlich ein Jahr lang jeden Cent aufgeschrieben, den wir ausgegeben haben!!

Anfangs war es zugegebenermaßen etwas nervig, aber wir haben uns relativ schnell daran gewöhnt und es wurde zu unserem täglich abendlichen Ritual. Uns war es ein Anliegen, genau aufzeigen zu können, wofür wieviel Geld bei unserer Reise drauf gegangen ist. Denn vor unserer Abreise haben wir verzweifelt nach genau solch einer Übersicht gesucht.

Letztlich haben wir 18.416 € pro Person dafür ausgegeben, 20 Länder dieser Erde zu bereisen und hautnah zu erleben. Nur so zum Vergleich: Alleine für unsere Wohnung hätten wir in einem Jahr Miete im Wert von 18.000 € bezahlt und hätten somit ein Dach über dem Kopf gehabt, aber weder gegessen, noch viel von der Welt gesehen.

Es geht sehr schön hervor, dass der Posten „Übernachtung“ natürlich der teuerste ist. Fairerweise müssen wir hierzu sagen, dass dieser Wert ohne die Unterstützung unserer Freunde in Australien, Neuseeland und Hawaii so gar nicht möglich gewesen wäre. Denn gerade diese 3 Länder waren die teuersten unserer Reise. Hätten wir nicht die Möglichkeit gehabt privat zu übernachten, hätten wir unser Budget niemals einhalten können. Nochmals vielen Dank dafür ihr Lieben <3 

Desweiteren ist darauf zu achten, dass die Reisedauer pro Land stark variiert hat. Insofern ist der vergleichbare und ausschlaggebende Wert die Kosten pro Tag pro Person.

Genauso kommt es immer darauf an, WIE man reist. Wir haben uns irgendwo zwischen „Low Budget Backpacker“ und „Flashpacker“ bewegt, da wir so oft wie möglich versucht haben, ein privates Doppelzimmer preisgünstig zu bekommen. Dennoch blieb es nicht aus, mit anderen in Mehrbettzimmern, mal auf dem Boden, in einem Autoanhänger oder einer Hängematte zu schlafen.

Kostenübersicht Weltreise

Anmerkungen zur obigen Tabelle:

Es sind Abweichungen durch nachträgliche Umrechnung der Währungen entstanden, wenn der Wechselkurs starken Schwankungen unterliegt und wir nicht mit dem Tageskurs gerechnet haben.

Die aufgeführten Transportkosten sind ohne die Flugkosten (Inland und international), diese sind daher unterhalb der Tabelle separat aufgeführt. Die Flugpreise sind inklusive extra Gepäck-Gebühren. (Siehe Flugübersicht)

Legende zu den jeweiligen Spalten:

Übernachtung: Hostel, Airbnb, Guesthouse, Hotel, exkl. Unterkunft bei gebuchter Tour

Restaurant: Essen gehen, Bar/Club Getränke, Snacks für Frühstück/Mittag/Abendessen, Eis essen, Kaffee trinken

Einkäufe: Lebensmittel inkl. Getränke und Alkohol

Aktivitäten: gebuchte Touren, Tagestrips, Hop On Hop Off Busse, Eintrittsgelder, Muesum, Räder leihen, Kino, Massage, Surfboards/Schnorchel leihen

Transport: Taxi, Bus, Zug, exkl. Mietwagen/Roller und Flüge

Souvenirs: Magneten, Postkarten, Mitbringsel Family&Friends

Apotheke / Drogerie: Medikamente, Mosquitospray, Sonnencreme, Hygieneartikel

Sonstiges: Wäsche waschen, Toilettengebühren, Handtuchverleih, Zahnarzt, Parken, Frisör, Spende Musiker/Mönch/Tempel/Obdachlose, Adapterverleih, Kleider, Koffer wrappen, Bilder von Tour, Batterien, Kopien, SD Karten, Angel, Ukulele, Tattoo, Sonnenbrillen, Trinkgeld, Auto waschen, Geschenke Gastgeber

Die Flugpreise

Wie ihr wahrscheinlich gesehen habt, sind in der Übersichts-Tabelle bereits die Flüge im Gesamtpreis unten vermerkt.

Hier findet ihr nochmals detaillierte Infos zu allen 24 Flügen.

Flugpreise Weltreise

Mehr zum Thema Flüge, Flugbuchung und „Round the World Tickets“ findet ihr hier.

Die Mietwagenpreise

Auch diese Kosten sind bereits in die Tabelle integriert. Hier findet ihr die Aufschlüsselung der Einzelposten.

Mietwagenpreise Weltreise

Mehr zum Thema Mietwagen, wo ihr buchen solltet und was es zu beachten gibt, findet ihr hier.

 Unser Fazit 

Natürlich hat man als Normal-Verdiener nicht unerschöpfliche Geldmittel zur Verfügung, und muss sich tendenziell mit einem geringen Budget begnügen.

Trotz allem sollte der Spaß, das Vergnügen und das Genießen nicht zu kurz kommen, denn wahrscheinlich kommt so eine Zeit im Leben nie mehr wieder. Und was bringt es dann, wenn man sich ständig zusammen reißt, um dann noch Geld mit nach Hause zu bringen?!

Abschließend haben wir also inklusive der Kosten vor und während der Reise 19.380 € pro Person ausgegeben und in das Jahr unseres Lebens investiert. Und jeder Cent davon hat sich definitiv gelohnt!!

 Nuetzliche Artikel 

Welche Vorbereitungen sind vor einer Weltreise zu treffen?

Mehr dazu findest du unter dem Punkt „Planung“ hier.

Wie funktioniert die Auswahl der Reiseländer?

Hole Dir genaue Infos hier.

Wie genau sah unsere Route letztendlich aus?

Alle Destinationen in Abfolge findet ihr unter dem Punkt „Reisen“ hier.

Was sind die wichtigsten Big Points der Vorbereitung?

Unter der Kategorie „Planung“ findet ihr mehr dazu, hier.

Lieber Backpack oder Koffer?

Unsere Meinung dazu erfährst du in unserem Rucksack-Test hier.

Welcher Inhalt hatte unser Gepäck?

Das könnt ihr unter unserer Packliste lesen.

Was euch erwartet, wenn ihr ein Jahr als Paar reist?

Mehr darüber in der Kategorie „Über uns„.

Hat euch unser Beitrag zu diesem Thema weitergeholfen? Habt ihr weitere Fragen dazu, wie wir die Planung unserer Reise und der voraussichtlichen Kosten angegangen sind, dann schreibt uns doch einfach unter aloha@fitness-around-the-world.com.

Eure Weltenbummler

Er.Lebe.

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#Vom Heimkehren II

 

 Gedanken zur  
 Heimkehr
 Was nun?! 

Am Anfang haben wir uns relativ häufig Gedanken über die Rückkehr und „das Leben danach“ gemacht. Mit der Zeit wurde das glücklicherweise weniger und wir haben erfolgreich die “Verdrängungstaktik“ angewandt, um es dann kurz vor der Heimreise wie einen Hammerschlag vor Augen geführt zu bekommen: Das Jahr der Freiheit und des Abenteuers ist vorüber!!


Was nun?!?

Die Antwort ergibt sich für mich alleine schon durch meinen bestehenden Arbeitsvertrag mit P&C, nach dem ich ab dem 01.10.2016 wieder voll ins Geschehen einsteigen werde. Ansonsten heißt es: Einen neuen Job für Tobi finden und ebenso eine neue Bleibe!

Zum Glück haben wir wenigstens die essentiellen Dinge wie unser Bett, den Kühlschrank und die Waschmaschine behalten. Denn wir müssen schlafen, essen und waschen. Ohne Frage. Der Rest steht in den Sternen… Aber damit leben wir schon im Luxus, verglichen damit, was wir in einigen Ländern dieser Erde erleben durften bzw. manchmal mussten und was woanders als „reich“ gilt.

Der gefuerchtete 
 Alltag 

In bestimmten Situationen bzw. Phasen haben wir uns manchmal schon nach Hause gewünscht.

Aber jetzt, in der letzten Etappe Brasilien, fühlen wir uns so wohl, dass wir doch mit gemischten Gefühlen die Heimreise antreten werden. Immer in der Gewissheit, dass sich zu Hause nicht maßgeblich viel geändert hat und uns der gefürchtete Alltag schneller wieder einholen wird, als es uns lieb ist.


Aber liegt es nicht in unseren eigenen Händen, wie wir den sogenannten Alltag ab sofort gestalten?!
Doch, mit Sicherheit! Und das ist auch gut so.


Alltag, das für uns so böse und gefürchtete Wort oder vielmehr Monster, das oft die Abwechslung, Veränderung, Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Leichtigkeit und den Frohsinn unbarmherzig verschlingt. Ohne Rücksicht darauf, was dabei eventuell auf der Strecke bleibt.


Werden wir uns von den Klauen einfangen lassen oder uns Freiräume schaffen und uns frei kämpfen?

 

Die grosse 
 weite Welt 
So eine Reise hat viel Gutes und unzählige Vorteile. Allerdings führt sie einem auch mit brutaler Kraft vor Augen, was Freiheit und Selbstbestimmung bedeuten kann.
 
Wir hatten das Privileg, am Duft der großen, weiten Welt zu schnuppern und viele funktionierende Lebensmodelle kennen zu lernen. Da ist es nur menschlich, dass man das Eigene des Öfteren in Frage stellt…
Denn nicht alleine unsere Herkunft sollte im Idealfall darüber entscheiden, wie und wo man sein Leben – bestenfalls glücklich und erfüllt – verbringen möchte.
Es ergeben sich so viele Möglichkeiten, die man bedacht und überlegt ergreifen sollte.
Aber alles zu seiner Zeit! Es gibt viele Dinge abzuwägen und mit in die Waagschale zu werfen, bevor – wie bei allen wichtigen Dingen im Leben – eine grundlegende Entscheidung getroffen werden kann, die unter Umständen das bisherige Leben vollends verändern wird.
 
Eine Weltreise ist
 nichts fuer Jeden 

Auf einer Reise wie dieser stößt man immer wieder an Grenzen.

An geistige, wie an körperliche! Eine Herausforderung für den Verstand, den Geist und die Seele, sowie für den Körper, der sich immer wieder auf neue Gegebenheiten und klimatische Bedingungen einstellen muss.

Man steht vor Grenzen der Belastbarkeit, der Müdigkeit, der Verständigung über sprachliche Barrieren hinweg (Asien, Brasilien), der kulturellen Unterschiede, brenzligen Situationen und Gefahren… Für viele dieser Situationen muss der Verstand hellwach sein, auch wenn er sich gerade nicht danach fühlt.


Auch eine Beziehung wird bei 325 Tagen und 24/7 auf eine harte Belastungs-Probe gestellt, die dem äußeren Druck standhalten muss. Eine Weltreise ist definitiv kein Spaziergang oder eine Garantie für Glück. Es kommt immer darauf an, wie man es angeht und was man daraus macht.

Natal


Eine Weltreise ist nichts für Jedermann und erst recht nicht für Jederfrau. Vor allem nicht in dem Umfang, in dem wir die Sache angegangen sind. Man muss mit Entbehrungen klarkommen, bereit sein zu verzichten, Veränderungswillen haben und klare Abstriche im Lebensstandard machen. Genauso, wie man damit rechnen muss, dass auch mal etwas schiefgeht und nicht wie geplant abläuft.


Was man im Gegenzug allerdings bekommt, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen und das kann einem keiner mehr nehmen!

Unser
 Fazit 

Wir hatten das Jahr unseres Lebens und würden es jederzeit wieder tun!

Vieles wäre ohne die Unterstützung von unserer Familie, unseren Freunden und neuen Bekanntschaften in der Art wie wir es erlebt haben nicht möglich gewesen wäre. Danke an dieser Stelle!

Unterm Strich ist bei uns während der Reise alles perfekt gelaufen.

Wir konnten unser vorab veranschlagtes Budget einhalten und sogar ein wenig einsparen. Auf 24 Flügen ist nichts schief gegangen und unser Gepäck kam jedes Mal pünktlich und heil an. Bis auf Namibia und Kolumbien wurden wir nie ernsthaft Opfer einer Straftat und fühlten uns grundsätzlich recht sicher. Die Reiseziele waren perfekt nach unseren Bedürfnissen und Vorlieben ausgewählt, und auch das Wetter hat fast überall gepasst. Wir haben Freunde getroffen und neue Bekanntschaften gemacht. Wir sind als Paar daran gewachsen und hatten zum Glück die gleichen Ansichten und Vorlieben bezüglich der Reiseziele.

Viele Dinge kann man einfach nicht planen, das muss selbst ich wieder eingestehen 😉
Und die besten Dinge geschehen nun mal, wenn man frei von äußeren Zwängen ist und nicht damit rechnet. Man sollte es einfach auf sich zukommen lassen, wobei trotzdem ein gewisses Maß an Vorbereitung erforderlich ist. Das musste sogar Tobi einsehen 😉 Außerdem gilt auf solch einer Reise stets die Devise: „Vorsicht ist besser als Nachsicht!“.

Alles kommt sowieso so, wie es kommen soll. Man muss manchmal einfach zulassen, dass einem Gutes wiederfährt.

Also macht euch auf den Weg. Den Weg zu eurem persönlichen Glück!

Eure Angelika

Beachflower

Er.Lebe.

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#Vom Heimkehren I

Gefühle und Gedanken 
zum
Heimkehren

 

Wir sind kurz davor wieder altbekanntes Terrain zu betreten.

Was uns davon noch trennt?

Nicht viel!

Eigentlich nur noch der Schritt ins Flugzeug, ca. 10 Flugstunden und die Passkontrolle bei den wohl grimmigsten Beamten dieses Planeten. Mal abgesehen von Mexiko und Dubai 😉

Vor allem aber die Gewissheit der Ungewissheit.

Während wir im Flieger sitzen und aus dem Fenster starren, ergreift uns ein komisches Gefühl. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber es ist eine Mischung aus Leere, gleichzeitig jedoch erfüllt mit unbezahlbaren Erfahrungen, randvoll bis oben hin.

Der Trip, den wir uns so lange gewünscht haben, der uns einiges an Organisation, Planung, Durchhaltevermögen und Verzicht abverlangt hat, geht nun tatsächlich in die letzte und schwierigste Etappe. Dem Heimflug.

Wir haben es geschafft! Wir sind für ein Jahr aus unserer Komfortzone ausgebrochen und haben uns durch Verzicht verändert.

Natal Beach

Auf allen Ebenen
Gemischte Gefuehle

Schon während der Reise ist es ein unbeschreibliches und gleichermaßen merkwürdiges Gefühl aus „Wir haben das Gefühl schon ewig unterwegs zu sein und unser Start in Südafrika scheint Lichtjahre entfernt!“ und „Die Zeit rast und wir können uns nicht vorstellen, dass wir schon wieder heim müssen und der einjährige Trip bald der Vergangenheit angehört!“.

Das nostalgische Gefühl nach „Heimat“, der Wunsch nach dem Wiedersehen mit Familie und Freunden, sowie nach ein wenig Routine wird überschattet von unserer Krankheit, die uns beide schon lange infiziert hat: Chronischem Fernweh!

Wir wissen, dass wir – nicht nur in tiefstem Herzen, sondern ganz offensichtlich – Weltenbummler sind, die sich nur schwer auf einen Ort festlegen können und wollen.

Der innere Antrieb nach Abwechslung, Abenteuer und Freiheit, sowie die Angst vor Routine, Alltag und Langeweile ist einfach zu groß!

Ein Wechselbad der Gefühle wird uns schon sehr bald überkommen. Mir ist das noch bestens bekannt von der Rückkehr aus meiner Zeit in Australien und Tobi aus dem Ende seines Jobs auf Mallorca. Ein verwirrender und emotionaler Mix aus Aufregung, Wiedersehensfreude, Nostalgie, Zweifel, etc…

Die Menschen, die wir auf unserem Trip getroffen haben, egal ob Einheimische oder andere Weltenbummler, haben unsere Erfahrungen und Denkweisen beeinflusst und bereichert. Manche mehr, andere weniger. Sie haben uns zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken und Hinterfragen gebracht.

Aber was machen wir jetzt daraus? Was nutzt uns all das, wenn wir jetzt einfach wieder in unseren gewohnten (Arbeits-) Alltag einsteigen und in alte Muster verfallen, als wäre nie etwas gewesen und als hätte das Jahr niemals stattgefunden?!

So kann man es sehen – muss man aber nicht! Denn es gibt auch eine andere Möglichkeit, die im Sinne der „Big 5 For Life“ (siehe „Angelikas Buchtipps“) einen anderen Umgang damit möglich macht.

Denn die Weltreise war definitiv einer unserer „Big 5“. Ein großes Ziel auf unserem Lebensweg, das wir erreicht haben. Und damit hat es schon mal einen unfassbar großen Stellenwert für uns. Wie es weitergeht, liegt nun einzig und alleine in unseren Händen. Aber diese Zeit und etliche „Museumstage“ nimmt uns niemand mehr!

Natürlich werden wir viel, lange und immer wieder über unseren Trip sprechen. Vor allem vermutlich in der Anfangszeit unserer Rückkehr nach Deutschland. Für alle Sklaven des Alltags werden wir die „Frischluft“ sein, denen die Abenteuer und Geschichten der Reise entgegen wehen.

 

Alles bleibt
Anders 

Das Komische ist: Während wir das Jahr unseres Lebens hatten, ist für alle anderen größtenteils alles gleich geblieben.

Außer natürlich einige einschneidende und einmalige Ereignisse, die wir leider verpasst haben, wie die Geburten von Hannah Louisa, Rosalie und Jonas Samuel, die Hochzeit meines Cousins und das Projekt Hausbau meiner besten Freundin, sowie der Grundstückserwerb von Tobis Freund…

Uns ist bewusst, dass dies mit unserer aktuellen Lebensphase zusammen hängt, in dem alle um uns heiraten und Kinder bekommen. Aber wir wollten ja bewusst weg von „Standard“ und „0815“. Und bitte; liebe Freunde, nicht falsch verstehen. Das ist weder wertend noch despektierlich gemeint, sondern heißt einfach nur, dass es verschiedene Lebensmodelle gibt, deren Co-Existenz zweifelsohne möglich ist! Also, bitte nicht als Angriff, sondern lediglich als Feststellung unserer eigenen Lage verstehen 😀

Die Erfahrung, dass sich zu Hause nicht viel ändert, habe ich schon mehrmals gemacht. Man meint immer unglaublich viel zu verpassen, doch zurück im „alten Leben“ ist man schnell wieder vertraut und merkt, dass sich dort nicht so viel tut und jeder mit den gleichen Themen und Problemen zu kämpfen hat, wie zuvor auch schon. Das lässt einen fast Aufatmen, da man eben nicht mehr das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben, sondern teilweise froh ist, manchen Dingen unbewusst aus dem Weg gegangen zu sein.

Wir können für uns selbst nur inständig hoffen, dass wir unsere Abenteuerlust und die gewonnene Freiheit nicht irgendwo auf der Strecke und im grauen Alltag verlieren.

Die vielen bunten Stempel in unserem Reisepass erinnern uns an all die besuchten Orte und bereisten Länder und Abenteuer. Sie halten uns vor Augen, wie das Leben eben auch sein kann.

Muss es eigentlich immer „entweder“ – „oder“ sein?

Vielleicht ist es ja auch möglich und erstrebenswert, das Beste aus beiden Welten (Reisen und Arbeiten) zu vereinen?!

Wir sind einfach in der Welt zu Hause, haben ständig „Hummeln im Arsch“ und sind hungrig auf Neues!

Den Blick und Horizont einmal geweitet, fällt es zugegebenermaßen schwer, in alte Muster zu verfallen und alles Großartige dieser Welt einfach aus zu blenden.  Wir haben neue Kulturen, Traditionen und Sprachen kennen gelernt, haben auf jegliche Art und Weise übernachtet, alle nur denkbaren Verkehrsmittel benutzt und vor allem sehr viele neue Lebensmodelle und –Konzepte entdeckt. Das nimmt uns niemand mehr und wird uns für immer begleiten!

All das ist mit Geld nicht zu bezahlen. Das größte Geschenk, das uns Reisen machen kann, ist die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. All die neuen Einflüsse machen uns – gepaart mit unserer Erziehung und persönlichen Charaktereigenschaften – zu dem, was wir sind!

Reisen ist fast wie eine Droge. Man wird höchstgradig abhängig davon, hat mal gute und mal schlechte Phasen. Außerdem geht so gut wie das gesamte Geld dafür drauf 😉 Es ist fast wie ein Teufelskreis, denn einmal angefangen, ist es schwer wieder zu entkommen. Und die Liste wird paradoxerweise nie kürzer, sondern immer noch länger als sie ursprünglich war, denn durch neue Bekanntschaften ergeben sich neue Sehnsüchte und Reiseziele.

Wir sind überzeugt davon, dass uns die neu getankte positive Energie und Kreativität dorthin führt, wo wir zukünftig sein wollen.

Trotzdem werden wir nicht aufhören können zu reisen. Meine Gedanken hingen schon nach Australien konstant in der nächsten Reiseplanung und vermutlich wird das jetzt nicht anders oder besser werden.

Ein passendes
 Zitat 

Vor kurzem habe ich auf der Suche nach Reisezitaten etwas von Anthony Bourdain gelesen, was meines Erachtens sehr gut in diesen Zusammenhang passt:

„Travel isn’t always pretty.

It isn’t always comfortable.

Sometimes it hurts, it even breaks your heart.

But that’s okay.

The journey changes you – it should change you.

It leaves marks on your memory, on your consciousness,

on your heart and on your body.

You take something with you…

Hopefully,

You leave something good behind!“

Also, zieht los in die weite Welt und hinterlasst Spuren!

Wir sind gespannt, was kommen mag…

Spuren im Sand

Eure Angelika

Er.Lebe.

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#Unsere Gefühlswelt kurz vor der Rückreise

Resuemee  

 unserer 

 Weltreise 

Nach unserer knapp 1-jährigen Weltreise ist es nun an der Zeit, zu reflektieren und GOODBYE zu einem Jahr voller Freiheit, Selbstbestimmung und Abenteuer zu sagen 😔

Stattdessen heißt es mit unzähligen Museumstagen in unserem Lebensgepäck HELLO Deutschland 😃

Wir sind DANKBAR für so viele Dinge, Erfahrungen und Begegnungen, die unser Museum des Lebens mit unbezahlbaren Erinnerungen gefüllt haben.

Weltreise


 Charakterpraegende

 Erfahrungen

So viele Dinge haben uns und unseren Charakter in diesem Jahr geprägt:

# Gefühl der Freiheit und Selbstbestimmung
# Unglaubliche Abenteuer
# Tolle Begegnungen und neue Freunde
# Verständnis und Toleranz für andere Lebensmodelle
# Dankbarkeit für die luxuriösen Lebensumstände, in die wir geboren wurden
# Bewusstsein über die Vergänglichkeit des Lebens
# Atemberaubende Natur


 Kurz vor unserer Rueckkehr  

 Gefuehle und Erinnerungen 

Die Reise reflektierend werden uns die folgenden Gefühle vermutlich noch sehr lange begleiten:

~ Wir fühlen noch die Sonnenstrahlen auf unserer gebräunten Haut und den Sand zwischen unseren Zehen.

~ Denken an die Begegnungen mit Fremden aller Länder, die uns reicher gemacht haben.

~ Spüren noch die Angst bei den Kamikaze-Fahrten im Minivan durch Laos, beim nächtlichen Raubüberfall in den Zelten in Namibia und der Bedrohung eines Drogensüchtigen auf Hawaii.

~ Hören noch deutlich die unermüdlichen Rufe jeglicher Marktschreier und Straßenhändler: Massaggi!, Koks?, Weed?, Taxi?, Coconut?

~ Riechen noch den Duft des Meeres und der Blumen, aber auch den Gestank neben den Favelas in Rio oder auf den Straßen von Thailand und Laos.

~ Sind immer noch fasziniert von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft fremder Menschen, v.a. In Brasilien, auf Fiji und Hawaii, sowie in Australien.

~ Wissen um die Hilflosigkeit, wenn man in Asien und Brasilien versucht mit Händen und Füßen Konversation zu betreiben oder dem Taxifahrer verständlich zu machen, dass er bitte den richtigen Weg nehmen soll.

~ Sind dankbar für die Offenheit aller Trainings- und Gesprächspartner, die wieder zeigt: Sport verbindet!

~ Spüren noch den Muskelkater der diversen Sportarten, die wir ausprobiert haben.

~ Verspüren Faszination über die Vielfältigkeit des Sports in aller Welt.

~ Denken an die prägenden Gespräche mit anderen Reisenden und Einheimischen, die uns inspiriert, geschockt und zum Nachdenken gebracht haben.

~ Vermissen die Einsamkeit und Stille der namibianischen Wüste, der Natur von Neuseeland, unseres Roadtrips an der Westküste von Australien, auf dem Boot in der Halong Bay in Vietnam, auf unserem Segeltrip durch San Blas und der Mekong Tour in Laos.

~ Erinnern uns nur allzu gut an den Stress des täglichen Packens, des Buchens einer Unterkunft oder Transports, des Essen Auftreibens und die Ermüdung, die man durch all die Eindrücke immer mal wieder verspürt.

~ Schmecken noch die frischen Früchte, die so viel besser schmecken, als die importiere Ware in Deutschland.

~ Spüren noch den Ärger über die „Touristenpreise“, die wir immer wieder zahlen mussten, ohne eine Wahl zu haben.

~ Schmecken noch den herrlichen Wein, den wir in unserer ersten Woche auf einer Weintour durch Südafrika genossen haben.

~ Sind noch geblendet vom strahlend weißen Sand der mexikanischen Strände und überwältigt vom türkisesten Wasser, dass wir je gesehen haben.

~ Spüren noch deutlich die Magie von Orten wie dem Machu Picchu in Peru, den Iguazú-Wasserfällen in Argentinien, den Maya-Stätten in Mexiko, dem Sossuvlei in Namibia und dem Zuckerhut in Rio.

~ Verzehren uns nach dem besten argentinischen Steak, das wir je gegessen haben.

~ Fühlen das Jucken, Beißen und Kratzen etlicher Stiche von jeglichen Krabbeltieren und Insekten aus aller Welt auf unserer Haut.

~ Sehen das hektische Treiben der Metropolen dieser Welt vor Augen.

~ Hören noch das penetrante Hupen aller Verkehrsteilnehmer in Asien in unseren Ohren klingeln.

~ Merken immer noch unseren Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen, wenn man z.B. in Saigon versucht die Straße zu überqueren.

~ Uns sind die Kontrollgriffe in Hosen-, Jacken- und sonstige Taschen noch sehr präsent, um sich zu versichern, dass unsere Pässe und Kreditkarten noch da sind.

~ Spüren immer noch den Staub all der ungeteerten Straßen und den Schimmel mancher Zimmer in unseren Nasen.

~ Schmecken noch den Koriander, der uns weltweit mit Ekel erfüllt hat.

~ Fühlen noch den enormen Druck auf unseren Lungen und die extreme Atemlosigkeit in den Höhen von Peru und Bolivien.

~ Sind dankbar für die Inseln der Ruhe und des Krafttankens, die uns die Aufenthalte bei unseren Freunden beschert haben.

~ Sehen noch die strahlenden Kinderaugen überall auf der Welt, die trotz ihrer Armut oft reicher und zufriedener sind, als viele Deutsche.

~ Verfolgen noch all die farbenprächtigen Sonnenauf- und Untergänge vor Augen, die unser Freiheitsgefühl perfekt gemacht haben.


Unser

Fazit

In Summe können wir all das gar nicht richtig fassen und werden die Erlebnisse und Gefühle vermutlich noch lange nicht verarbeitet haben…

Wir hatten das JAHR UNSERES LEBENS und sind unglaublich dankbar für alles. Wir wissen das Privileg sehr zu schätzen, dass wir die Chance hatten, all das zu erleben.

Und wieder wird klar: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“  – (Augustinus Aurelius)

Am Ende bleibt jedoch die Erkenntnis , dass es beim Reisen immer darauf ankommt, MIT WEM man es tut, WEN man kennenlernt und nicht so sehr darauf, WO man ist. Der schönste Ort ist nur so schön, wie die MENSCHEN, die man trifft und mit denen man Zeit verbringt.

Oder um es mit Charles Darwins Worten zu sagen:

„Der Reisende wird entdecken, wie viele wahrhaft großherzige Menschen es gibt, mit denen er niemals zuvor zu tun hatte und auch später nie wieder zu tun haben wird und die ihm doch die alleruneigennützigste Hilfe anbieten.“

DANKE an dieser Stelle für all unsere Wegbegleiter und Mitreisenden ❤️

Wir sind froh, euch alle kennengelernt zu haben und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen… wo auch immer! 😃

Eure Weltreisenden,

Angelika & Tobias

Geli_Tobi

Er.Lebe.

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#Vorfreude auf Deutschland

Worauf wir uns  

freuen 

wie Bolle 

Nun geht es ganz schnell und unser Abenteuer neigt sich mit schnellen Schritten dem Ende zu.

Unglaublich, wie schnell ein Jahr vergangen ist. Ein Jahr, in dem wir 20 Länder bereist, den ein oder anderen Traum verwirklicht und sehr viel über uns und die Welt gelernt haben. Ein Jahr, in dem wir viel Neues gesehen und einiges „Altes“ bzw. Gewohntes vermisst haben.

Eine Zusammenfassung, was dieses Jahr alles beinhaltet hat kommt nach unserer Rückkehr. In diesem Bericht wollen wir uns darauf konzentrieren, worauf wir uns jetzt freuen wie verrückt:


Going crazy in the car

  • Ganz vorneweg natürlich unsere Familie und Freunde. Es ist einfach ein Unterschied, ob man jeden Tag neue Menschen kennen lernt, mit denen man sich austauscht, oder eben mit vertrauten Personen spricht und Dinge mit Ihnen teilt. Daher sind wir froh bald wieder auf unsere Lieben zu treffen, uns auszutauschen, an deren Leben aktiv teilzuhaben und nicht immer wieder bei Null anfangen zu müssen. Und auch einfach mal, um seine verrückten „5“-Minuten auszuleben, mit Menschen, die einen dann nicht für verrückt halten 😉

 

  • Wir freuen uns unglaublich darauf, wieder im eigenen Bett zu schlafen. In UNSEREM Bett, ohne Bettwanzen, Milben, sonstigem Getier und fremden Haaren. In frisch gewaschener, sauberer und duftender Bettwäsche, die nicht aus Federn besteht, da ich dagegen allergisch bin und morgens mit triefender Nase und dicken Augen aufwache. In einem Zimmer, in dem einem der Schimmel nicht den Atem raubt und unsere Gesundheit nachhaltig schädigt. In dem nachts keine Mäuse oder Kakerlaken zu Besuch kommen und uns um den Schlaf bringen.

 

  • Genauso verhält es sich mit frisch gewaschenen Handtüchern und Kleidern! Es geht doch nichts über ein duftendes Handtuch, das warm und hygienisch gewaschen wurde. Dazu müssen wir vielleicht erwähnen, dass in 90 % unserer bereisten Länder alles nur kalt gewaschen wird. Igitt!

 

  • Dazu passend freuen wir uns auf ein sauberes Badezimmer ohne fremde Haare und Spuren im Klo. Eine Dusche, aus der warmes Wasser kommt und dichte Rohrleitungen. Unsere elektrische Zahnbürste und ein unvergleichliches Reinheitsgefühl im Mund.

 

  • Wir freuen uns darauf, nach einem Jahr mal wieder andere Kleider und Schuhe zu tragen, als wir es die letzten 12 Monate nonstop getan haben. Wie oft hatten wir tagelang und manchmal auch nachts aus Mangel an der Auswahl warmer Kleider das gleiche an?!

 

  • Es wird toll sein, endlich den Koffer auspacken zu können, da wir wirklich das letzte Jahr sprichwörtlich aus dem Koffer gelebt haben und maximal 2 mal den Luxus hatten den kompletten Koffer auszupacken.

 

  • Wir freuen uns tierisch auf deutsches Essen und gute deutsche Hausmannskost! Wie haben wir vor allem das deutsche Brot vermisst?! Ich habe bereits eine Liste darüber erstellt (ihr erinnert euch – ich bin Listenfreak), was ich alles essen möchte, wenn ich wieder in Deutschland bin. Das langt mit Sicherheit für einen Monat, in dem wir jeden Tag etwas anderes essen könnte 😉 Vor allem auch Fleisch von der Fleischereifachverkäuferin unseres Vertrauens zu kaufen. Ihr könnt euch die Umstände nicht vorstellen, unter denen in einigen Ländern Fleisch gelagert wird. Da vergeht euch wirklich jeglicher Appetit!

 

  • Wir freuen uns auf süßes Popcorn im Kino, da es in den meisten Ländern nur gesalzenes oder völlig geschmacksneutrales Popcorn zu kaufen gibt.

 

  • Wir freuen uns darauf groß einkaufen zu gehen und den Kühlschrank (einer der wenigen Gegenstände, die wir noch besitzen) randvoll mit Dingen zu machen, die wir gerne essen. Und vor allem auch darauf mal wieder selbst in einer sauberen Umgebung kochen zu können, ohne dass sich vor Ekel die Fußnägel hoch rollen.

 

  • Wir freuen uns darauf, nicht immer all unsere Wertgegenstände (Passport, Handy, Kamera, Laptop) diebstahlsicher verstauen zu müssen und dadurch etwas sorgenfreier zu sein.

 

  • Wir freuen uns darauf Jahreszeiten zu erleben! Nun hatten wir fast 1 ½ Jahre Sommer und können es kaum erwarten, bunte Blätter fallen zu sehen, die frische Herbstluft einzuatmen und im Frühling die ersten Vögel zwitschern zu hören. Zu sehen, wie sich die Natur über die Monate hinweg verändert und immer wieder ein neues Bild zaubert. Und da klammern wir mal die Monate Januar und Februar aus, die können uns wirklich gestohlen bleiben! 😉

 

  • Wir können es kaum erwarten, auf der Couch in eine fluffy Decke gekuschelt einen Tee zu genießen und einfach mal einen Tag zu „gammeln“.

 

  • Genauso freuen wir uns aber auch darauf, wieder einen geregelten Alltag und zumindest das Gefühl zu haben etwas Sinnvolles vollbracht zu haben. Wir können es kaum abwarten, die Inspirationen und Visionen, die wir auf unserer Weltreise gesammelt haben zu verwirklichen und in die Tat um zu setzen.

 

  • Wir sind einfach nur happy, uns bald nicht mehr täglich um die eigentlich selbstverständlichen Dinge (Wo schlafen wir?, wo essen wir?, wie kommen wir von A nach B?, wem können wir vertrauen?, etc.) kümmern zu müssen. Das kann auf die Dauer sehr stressig und irgendwann einfach nur noch nervig sein.

 

  • Tobi freut sich außerdem darauf, ausgiebig Angeln zu gehen, mit dem Mountainbike durch den Steigerwald und auf den Feldberg (Taunus) zu fahren, sowie endlich wieder regelmäßig Sport zu treiben.

 

  • Ich kann die Flexibilität und Freiheit des eigenen Autos kaum erwarten und laut im Auto zur Musik mit zu singen. Ich freue mich auf ausgiebige Tratschereien mit meiner Familie und den Mädels 😉 Außerdem habe ich mal wieder einen Frisörbesuch mit richtigem Haarschnitt als Resultat nötig 😉

 

Fluffy Decke

Ihr seht, es ist nichts Materielles, was man nach solch einem Jahr vermisst und fast keine Dinge, die Geld kosten.

Man lernt die kleinen und leider oft selbstverständlichen Dinge oft wieder anders wert zu schätzen. Und das ist auch gut so.

Wir hoffen, wir tragen diese Erkenntnis sehr lange in uns und leben dadurch bewusster.

Eure Weltenbummler,

Geli & Tobi

Er.Lebe.

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social-world-cup-2018

#SPORT. DIE FUSSBALL-WM 2018 IN DEUTSCHLAND

DIE ETWAS ANDERE
Fußball Weltmeisterschaft 
2018 

Was gibt es schöneres als eine Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land?

Die Antwort darauf habe ich bei einer Begegnung mit Leonie Düngefeld in Panama gefunden.

Eine Fußball-WM, die die FIFA ins Abseits verbannt und auf ganz andere Werte setzt, als auf das gute Geld!

Ich persönlich habe dem Fußball an sich bereits 2007 den Rücken gekehrt. Die Gründe hierfür werden in Leonies Bericht bereits im ersten Absatz ganz gut beschrieben. Meine Gedanken zu diesem Thema werde ich nach Abschluss unserer Reise resümieren und durch neue Erfahrungen manifestiert an euch weitergeben.

Doch jetzt wird das „kleine Runde“ und das „große Eckige“ plötzlich wieder für mich interessant! Warum? Lest selbst und unterstützt die Macher, die den Lieblings-Sport der Deutschen wieder liebenswert machen…

Social World Cup 2018

Die alternative Fussball-WM

Gastbeitrag von Leonie Düngefeld

 

Korruption, Kommerz, Skandale – Fußball ist nicht mehr das, was er mal war. Immer wieder werden schmutzige Praktiken der FIFA-Funktionäre aufgedeckt, immer wieder geht es um Geldsummen, die an Abstraktion grenzen. Und die Fans? Die sind ein unmündiger Teil dieses Systems.

Eine Gruppe junger Fußballbegeisterter will nun ein Zeichen setzen. Im Sommer 2018, kurz vor der FIFA-Weltmeisterschaft in Russland, wollen sie ein alternatives Turnier veranstalten – den „Social World Cup„. Eine WM von Fans für Fans, fernab der FIFA-Klauen.

Ihre Vision: Auf und neben dem Fußballplatz wird die Unzufriedenheit in Aktion verwandelt. Während Amateurmannschaften aus aller Welt, die vorher durch ein Bewerbungsverfahren ausgewählt werden, in Berlin, Köln und anderen deutschen Städten um den Pokal kicken, findet rundherum ein buntes Programm statt. Musik und Essen aus aller Welt, deren Erlös an ähnliche Initiativen gespendet wird, und nebenbei reger Austausch zum Thema. Gleichgesinnte treffen aufeinander, diskutieren, haben Ideen – ein rauschendes Fußballfest, das zu einem Nährboden für weitere Projekte wird.

Das den Sport hinterfragt, und den Fokus zurück auf etwas lenkt, für das Fußball stehen kann: Teamgeist, Integration und Völkerverständigung.

Fußball-Weltmeisterschaft-2018

Die Macher – Das Orga-Team des „SOCIAL WORLD CUP“ (Bild-Quelle: Leonie)

Damit die Basis des Social World Cup keine kommerziellen Großspender sind, sondern Fans wie du und ich, wird das Projekt per „Crowdfunding“ finanziert. Die Kampagne läuft noch bis zum 10. Juli, und damit das ganze auch wirklich klappt, ist eure Unterstützung  nötig! Unter https://www.startnext.com/socialworldcup2018 könnt ihr spenden, euch ein cooles Dankeschön aussuchen und damit helfen, den Ball ins Rollen zu bringen.

Von allein wird sich nichts ändern – seid dabei!

Leonie Düngefeld

Weitere Infos über den „social world cup“ unter http://www.socialworldcup.com

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Titelbild

#Reisen. Unsere Highlights von Oktober bis Februar

Oktober bis Februar
unsere 
Highlights 

 

Bei all den tollen und außergewöhnlichen Dingen, die wir bisher schon erleben durften, ist es tatsächlich schwer zu benennen, was uns am BESTEN gefallen hat. Oft lassen sich unsere Erlebnisse schwer miteinander vergleichen bzw. ranken. Es gab definitiv sehr viele Highlights, die wir versucht haben pro Land zusammen zu stellen.

Wir zählen hier nur die Highlights namentlich auf, da nähere Informationen dazu in unseren jeweiligen Blogbeiträgen zu finden sind.

 Suedafrika

Kapstadt (v.a. der Tafelberg und Kap der guten Hoffnung), Wine-Tasting Tour Constantia Valley, Roadtrip Garden Route (v.a. Robberg Island Reserve)

Südafrika

Namibia 

Sossuvlei (v.a. Sunrise auf „Dune 45“), Outdoor schlafen auf „Spitzkoppe Mountain“, Safari im „Etosha NP“, sportliche Begegnung mit den Kindern des Himba-Tribe, Fish River Canyon, Campingerlebnis in der Wildnis, Sandboarding in Swakopmund

Namibia

V.A.E. – Dubai 

War nur ein Tag und eine Stadtrundfahrt, daher kein wirkliches Highlight dabei.

Dubai

Bali

Schwimmen im Wasserfall, Reisfelder- und Terrassen, der Ort Seminyak (Strand, Designerbars- und Boutiquen), Sunset auf Nusa Lembongan

Bali

Thailand

Schnorcheln auf der Privatinsel Koh Nang Yuan (bei Koh Tao), Elefantenreiten bei Chiang Mai, Ziplining im Dschungel, thailändischer Kochkurs, Skybars und rasante Tuktuk-Fahrten in Bangkok

Thailand

Laos

Bootsfahrt auf dem Mekong nach Luang Prabang, Khuangsi Wasserfall

Laos

Vietnam

3-Tage Bootstrip in der Halong Bucht, Tailorbusiness und bunte Farben in Hoi An, Trang An Bootstour

Vietnam

Australien

West: Unsere Freunde treffen (Vic&Mrs. Fur, Nick&Patrice, Daniel&Laura&Kayne), 3.500 km Roadtrip von Perth nach Karratha und zurück, Sailing auf der „Ruffanuff“ in Fremantle, Cottesloe Beach, Kings Park Perth.

OZ West

East: Unsere Freunde und Tobis Bruder treffen (Patrick&Abi&Milla, Fabi&Kerstin), Byron Bay (Lighthouse, Atmosphere, Beach), Noosa (SUP, Beach and NP), Gelis erstes Tattoo.

OZ East

An unser „Lieblingsland“ Australien kommt bisher haben einfach nichts ran  😉  Mal schauen, welches Land OZ noch den Rang ablaufen kann. Wir sind gespannt!

Es kommt natürlich immer darauf an, was man mag. Daher lassen sich die oben genannten Dinge nie pauschalisieren. Vor allem ist es immer maßgeblich entscheidend, mit wem man wo und wie die Zeit verbringt!

Fairerweise muss man außerdem zugeben, dass man sich nicht so auf jeden Ort einlassen kann, wie man das tun würde, wenn man dort längere Zeit verbringen würde. Vielerorts würde man mit Sicherheit sehr viel mehr entdecken, was man mag.

Unsere 
groeßten 
Ueberraschungen 

~ In wie vielen Ländern dieser Welt Linksverkehr herrscht! Das war uns überhaupt nicht bewusst!

~ Die Infrastruktur und Sauberkeit in Vietnam im Vergleich zu den anderen bereisten asiatischen Ländern. Das fanden wir sehr erstaunlich.

~ Der „White Temple“ in Chiang Rai. Er unterscheidet sich von der Architektur und dem Design deutlich von allen anderen Tempeln, die wir auf dieser Reise gesehen haben. Außerdem waren wir sehr überrascht, dass dort kein Eintritt verlangt wurde…

~ Der Verkehr in Hanoi und Saigon! Das Wirrwarr aus Motorbikes, Bussen und Autos ist einfach nur verrückt! 12.000 Verkehrstote in Vietnam pro Jahr sprechen leider Bände…

~ Erstaunlicherweise hatten wir in keinem Land bisher Magenprobleme oder Lebensmittelvergiftungen. Wenn man sich mit anderen Reisenden unterhält scheint das sehr ungewöhnlich zu sein. Also „toitoitoi“ und weiterhin Daumen drücken, dass das so bleibt  ✊🏻

~ Bisher haben wir überall einen Stempel in unseren Reisepass bekommen, worüber wir sehr glücklich sind. Es ist ein schönes Andenken an unseren Trip. Mit den neuen Technologien an den Flughäfen dieser Welt haben wir gar nicht mehr damit gerechnet und freuen uns jedes Mal auf’s Neue   😊

~ Wir hatten immer Glück mit Reiseführern. Wir haben von zuhause nur Südafrika und Bali mitgenommen, da es nicht machbar war Bücher für 18 Länder mitzunehmen. Wir haben dann in Hostels in den Tauschregalen immer einen Reiseführer für das nächste Land gefunden (sogar in deutsch) und haben (meistens 😉 ) im Gegenzug ein anderes Buch dort gelassen.

Ziemlich
doofe 
Momente 

Natürlich gibt es auch weniger schöne Momente, die entweder nervig, anstrengend oder gefährlich sind, oder einfach auch Angst machen.

So zum Beispiel:

~ in der dunklen Nacht in Namibia im Zelt ausgeraubt zu werden  😳

~ sich beim Sandboarden in Namibia den Arm so doof zu verletzen, dass man 2 Monate nicht allen Hobbys (wie z.b. Surfen) nachgehen kann, obwohl man an den besten und schönsten Spots ist  😩

~ auf eine Touri-Abzock-Masche in Bangkok reinzufallen und zunächst nicht zu wissen, ob das bereits bezahlte Geld verloren ist  😤

~ eine Fahrt im Nachtbus von Bangkok nach Koh Phangan. Wo aus 12 Stunden 22 werden, wo der Einsatz von Schlafgas gängige Praxis ist und das Gepäck nicht aus den Augen gelassen werden sollte…  😖

~  kurz nach Ankunft auf Koh Phangan zu erfahren, dass man das herrliche Wasser vor dem eigenen Bungalow nicht nutzen sollte, da zu dieser Zeit die tödlichen Würfelquallen aus Australien aufgrund einer Meeresströmung in Thailand gelandet sind. Nachdem wir erfahren haben, dass an diesem Strand innerhalb der letzten 4 Wochen vor unserer Anreise 2 Menschen gestorben sind (eine Deutsche und eine Thailänderin), wollten wir dann wirklich nicht mehr ins Wasser gehen  😔

~ die Scooter-Mafia auf Koh Tao. Egal wo man sich informiert, es wird dringend abgeraten auf Koh Tao einen fahrbaren Untersatz zu mieten, da das Vorgehen eigentlich immer das gleiche ist und es keinen vertrauenswürdigen Vermieter geben soll… Bei Anmietung MUSS man seinen Reisepass abgeben (obwohl das eigentlich gesetzlich verboten ist), anders bekommt man kein Fahrzeug ausgehändigt. Kommt man dann zurück wird einem vorgeworfen etwas beschädigt zu haben. Entweder man zahlt den geforderten Preis, oder man bekommt seinen Reisepass nicht mehr wieder. Natürlich wissen die Vermieter, dass fast jeder Reisende darauf angewiesen ist und somit haben sie großen Erfolg mit der Masche. Von der Polizei ist keine Hilfe zu erwarten.  😡

~ die angsteinflössenden Kamikaze-Fahrten mit dem Minivan durch Laos. Durch Serpentinen, an Abgründen ohne schützende Leitplanke vorbei, in völlig überfüllten und veralteten Fahrzeugen über Land von einer zur anderen Landesgrenze. OMG!!  😨

~ die Masche der Bus-Mafia in Vietnam! Einfach nur daneben  😠

~ sich beim Body-Boarden in Byron Bay die Schulter so zu verletzten, dass die Mission „Fitness“ zunächst etwas still stehen muss 😔

Die einzelnen Stories könnt ihr wie gewohnt in den jeweiligen Blog-Beiträgen lesen.

 

Eure Weltenbummler