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#Vom Heimkehren II

 

 Gedanken zur  
 Heimkehr
 Was nun?! 

Am Anfang haben wir uns relativ häufig Gedanken über die Rückkehr und „das Leben danach“ gemacht. Mit der Zeit wurde das glücklicherweise weniger und wir haben erfolgreich die “Verdrängungstaktik“ angewandt, um es dann kurz vor der Heimreise wie einen Hammerschlag vor Augen geführt zu bekommen: Das Jahr der Freiheit und des Abenteuers ist vorüber!!


Was nun?!?

Die Antwort ergibt sich für mich alleine schon durch meinen bestehenden Arbeitsvertrag mit P&C, nach dem ich ab dem 01.10.2016 wieder voll ins Geschehen einsteigen werde. Ansonsten heißt es: Einen neuen Job für Tobi finden und ebenso eine neue Bleibe!

Zum Glück haben wir wenigstens die essentiellen Dinge wie unser Bett, den Kühlschrank und die Waschmaschine behalten. Denn wir müssen schlafen, essen und waschen. Ohne Frage. Der Rest steht in den Sternen… Aber damit leben wir schon im Luxus, verglichen damit, was wir in einigen Ländern dieser Erde erleben durften bzw. manchmal mussten und was woanders als „reich“ gilt.

Der gefuerchtete 
 Alltag 

In bestimmten Situationen bzw. Phasen haben wir uns manchmal schon nach Hause gewünscht.

Aber jetzt, in der letzten Etappe Brasilien, fühlen wir uns so wohl, dass wir doch mit gemischten Gefühlen die Heimreise antreten werden. Immer in der Gewissheit, dass sich zu Hause nicht maßgeblich viel geändert hat und uns der gefürchtete Alltag schneller wieder einholen wird, als es uns lieb ist.


Aber liegt es nicht in unseren eigenen Händen, wie wir den sogenannten Alltag ab sofort gestalten?!
Doch, mit Sicherheit! Und das ist auch gut so.


Alltag, das für uns so böse und gefürchtete Wort oder vielmehr Monster, das oft die Abwechslung, Veränderung, Liebe, Leidenschaft, Freiheit, Leichtigkeit und den Frohsinn unbarmherzig verschlingt. Ohne Rücksicht darauf, was dabei eventuell auf der Strecke bleibt.


Werden wir uns von den Klauen einfangen lassen oder uns Freiräume schaffen und uns frei kämpfen?

 

Die grosse 
 weite Welt 
So eine Reise hat viel Gutes und unzählige Vorteile. Allerdings führt sie einem auch mit brutaler Kraft vor Augen, was Freiheit und Selbstbestimmung bedeuten kann.
 
Wir hatten das Privileg, am Duft der großen, weiten Welt zu schnuppern und viele funktionierende Lebensmodelle kennen zu lernen. Da ist es nur menschlich, dass man das Eigene des Öfteren in Frage stellt…
Denn nicht alleine unsere Herkunft sollte im Idealfall darüber entscheiden, wie und wo man sein Leben – bestenfalls glücklich und erfüllt – verbringen möchte.
Es ergeben sich so viele Möglichkeiten, die man bedacht und überlegt ergreifen sollte.
Aber alles zu seiner Zeit! Es gibt viele Dinge abzuwägen und mit in die Waagschale zu werfen, bevor – wie bei allen wichtigen Dingen im Leben – eine grundlegende Entscheidung getroffen werden kann, die unter Umständen das bisherige Leben vollends verändern wird.
 
Eine Weltreise ist
 nichts fuer Jeden 

Auf einer Reise wie dieser stößt man immer wieder an Grenzen.

An geistige, wie an körperliche! Eine Herausforderung für den Verstand, den Geist und die Seele, sowie für den Körper, der sich immer wieder auf neue Gegebenheiten und klimatische Bedingungen einstellen muss.

Man steht vor Grenzen der Belastbarkeit, der Müdigkeit, der Verständigung über sprachliche Barrieren hinweg (Asien, Brasilien), der kulturellen Unterschiede, brenzligen Situationen und Gefahren… Für viele dieser Situationen muss der Verstand hellwach sein, auch wenn er sich gerade nicht danach fühlt.


Auch eine Beziehung wird bei 325 Tagen und 24/7 auf eine harte Belastungs-Probe gestellt, die dem äußeren Druck standhalten muss. Eine Weltreise ist definitiv kein Spaziergang oder eine Garantie für Glück. Es kommt immer darauf an, wie man es angeht und was man daraus macht.

Natal


Eine Weltreise ist nichts für Jedermann und erst recht nicht für Jederfrau. Vor allem nicht in dem Umfang, in dem wir die Sache angegangen sind. Man muss mit Entbehrungen klarkommen, bereit sein zu verzichten, Veränderungswillen haben und klare Abstriche im Lebensstandard machen. Genauso, wie man damit rechnen muss, dass auch mal etwas schiefgeht und nicht wie geplant abläuft.


Was man im Gegenzug allerdings bekommt, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen und das kann einem keiner mehr nehmen!

Unser
 Fazit 

Wir hatten das Jahr unseres Lebens und würden es jederzeit wieder tun!

Vieles wäre ohne die Unterstützung von unserer Familie, unseren Freunden und neuen Bekanntschaften in der Art wie wir es erlebt haben nicht möglich gewesen wäre. Danke an dieser Stelle!

Unterm Strich ist bei uns während der Reise alles perfekt gelaufen.

Wir konnten unser vorab veranschlagtes Budget einhalten und sogar ein wenig einsparen. Auf 24 Flügen ist nichts schief gegangen und unser Gepäck kam jedes Mal pünktlich und heil an. Bis auf Namibia und Kolumbien wurden wir nie ernsthaft Opfer einer Straftat und fühlten uns grundsätzlich recht sicher. Die Reiseziele waren perfekt nach unseren Bedürfnissen und Vorlieben ausgewählt, und auch das Wetter hat fast überall gepasst. Wir haben Freunde getroffen und neue Bekanntschaften gemacht. Wir sind als Paar daran gewachsen und hatten zum Glück die gleichen Ansichten und Vorlieben bezüglich der Reiseziele.

Viele Dinge kann man einfach nicht planen, das muss selbst ich wieder eingestehen 😉
Und die besten Dinge geschehen nun mal, wenn man frei von äußeren Zwängen ist und nicht damit rechnet. Man sollte es einfach auf sich zukommen lassen, wobei trotzdem ein gewisses Maß an Vorbereitung erforderlich ist. Das musste sogar Tobi einsehen 😉 Außerdem gilt auf solch einer Reise stets die Devise: „Vorsicht ist besser als Nachsicht!“.

Alles kommt sowieso so, wie es kommen soll. Man muss manchmal einfach zulassen, dass einem Gutes wiederfährt.

Also macht euch auf den Weg. Den Weg zu eurem persönlichen Glück!

Eure Angelika

Beachflower

Er.Lebe.

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