Laos-Luang-Prabang-Mekong

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LAOS 
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Laos-Luang-Prabang

Einige Key-Facts zu Laos 

Währung: Der laotische KIP, abgekürzt auch LAK. Aktuell: 1 € = ca. 8.900 LAK. Das heisst, auch hier wird man wieder schnell zum Millionär! 😉 1 Million LAK entspricht aktuell ca. 112 €.

In fast allen größeren Städten sind inzwischen ATMs, an denen man oft gegen eine Gebühr Bargeld in der Landeswährung abheben kann.

Strom: 230 V / 50 Hz. Unsere deutschen Stecker und Pole können verwendet werden. Es ist kein Adapter nötig.

Gesundheit: Für Kurzreisen werden wie meistens folgende Impfungen empfohlen: Diphterie, Tetanus, Hepatitis A+B, Masern, Mumps, Röteln, Polio und Typhus.

Für reisen, die über einen Monat hinausgehen wird zusätzlich die Schutzimpfung für Japanische Enzephalitis, Meningitis, Tollwut und Tuberkulose angeraten.

Klima und Reisezeit: Im Schnitt ist es in Laos gute 25 grad warm.

Zwischen April und Oktober herrscht Regenzeit. Während dieser regnet es oft kurz und heftig, aber dafür warm 😉 Von Dezember bis März ist es im allgemeinen trocken.

Die jährlichen Monsunzyklen, die das ganze Festland von Südostasien beeinflussen, erzeugen im überwiegenden Teil von Laos ein tropisches Klima mit feuchten und trockenen Jahreszeiten. Lediglich in einem kleinen Part im Nordosten gibt es warme bis heiße Sommer und milde Winter.

Hauptsaison ist von November bis März, Zwischensaison im Juli und August und Nachsaison von April-Juni, sowie September und Oktober.

In der Hauptsaison herrschen in großen Teilen angenehme Temperaturen, in den Bergen ist es allerdings kalt. In der Zwischensaison ist es fast überall nass und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. In der Nachsaison herrscht im April und Mai Hitze von Temperaturen um die 40 grad. Der September und Oktober kann sehr feucht sein.

Wir sind aktuell im Januar hier und haben tagsüber um die 27-29 grad. Das gilt, sobald die Sonne sich durch den dichten Nebelschleier gekämpft hat. Dieser verzieht sich meist erst gegen Mittag, so dass es morgens und abends richtig kalt sein kann (ca. 13-15 grad). Morgens konnten wir sogar unseren Atem vor Augen sehen!

Leitungswasser: Ist auch hier kein Trinkwasser. Gereinigtes Wasser zum trinken heißt „nâm deum“, egal, ob gekocht oder gefiltert wird. Hotels und Restaurants bieten ausschließlich gereinigtes Wasser an, das außerdem an jeder Ecke verkauft wird. Unbedingt nachfragen, ob auch das Eis in den Getränken aus gereinigtem Wasser besteht. Am besten Eiswürfel vermeiden und Trinkwasser in Flaschen kaufen.

Sprache: Laotisch. Englisch wird, wenn überhaupt, nur in den touristischen Orten wie v.a. Luang Prabang, Vang Vieng und Vientiane verstanden und gesprochen.

Bevölkerung: Trotz der Verdoppelung der Einwohnerzahlen in den letzten 30 Jahren weist Laos eine der geringsten Bevölkerungsdichten in ganz Asien auf. Ein Drittel der 7 Mio. Einwohner lebt in den Städten des Mekong-Tals, hauptsächlich in Vientiane, Luang Prabang, Savannakhet und Pakxe. Ein weiteres Drittel wohnt an den anderen großen Flüssen. Fast 10 % haben seit 1975 das Land verlassen, als die Kommunisten an die Macht kamen.

Religion: 60 % der Bevölkerung in Laos sind Theravada-Buddhisten. Dies ist die am weitesten verbreitete Religion und gleichzeitig die den Alltag prägende Lebensphilosophie. Dieser Glaube wird in jedem Dorf durch Tempel und goldene „Stupas“ repräsentiert.

Unter dem Einfluss der französischen Kolonialregierung konnte sich das Christentum als weitere laotische Religion bis zu einem gewissen Grad verbreiten. Der Protestantismus hat in den letzen Jahren immer mehr Anhänger gefunden, sowohl unter den Volksstämmen als auch unter den ethnischen Lao in Vientiane. Im Süden des Landes leben zudem noch viele Katholiken. Daneben gibt es eine verschwindend geringe muslimische und hinduistische Minderheit.

Trinkgeld: Ist hier nur in touristischen Restaurants üblich. Dort sind ca. 10 % des Rechnungsbetrages angemessen, wenn nicht sowieso schon der Service im Preis enthalten ist.

Zeit: Indochina Zeit -> MEZ + 6 Stunden, MESZ + 5 Stunden. Das heißt, Laos ist Deutschland aktuell 6 Stunden voraus. Während der Sommerzeit reduziert es sich aufgrund unserer Zeitumstellung auf 5 Stunden.

Visum: Ein Touristenvisum für 30 Tage wird unkompliziert am Flughafen oder den meisten Grenzübergängen ausgestellt. Aktuell kostet dieses für deutsche Passinhaber 30 US $. Unsere britischen Mitreisenden haben 35 US $ bezahlt.

Straßenverkehr: Endlich wieder Rechtsverkehr 😉 Das komische ist; inzwischen fühlt es sich total ungewohnt an…

Internet: Ist fast überall kostenlos in Hotels und Restaurants verfügbar. Allerdings ist dieses meist seeehr langsam und eignet sich nur schlecht zum hochladen von z.B. Bildern oder großen Datenmengen.

Einkaufen: Bei unserem Aufenthalt haben wir keinen großen Supermarkt entdeckt. Es gibt maximal den „Mini-Mart“, der zumindest wie ein kleiner Markt aussieht. Alles andere wird über umgebaute Garagen oder kleine Kioske verkauft.

Preise: Bier 0,5 l 10.000 LAK, Wasser 1,5 l 5000 LAK, coladose 5000 LAK, Tafel Schokolade 50.000 LAK, Butter 250 g 28.000, Milch 1 l 18.000 LAK, Nudeln 500 g 18.000 LAK, Tasse Kaffee 15.000 LAK

Dies und Das zu Laos 

Karaoke spielt auch hier, wie vermutlich in allen asiatischen Ländern, wieder eine große Rolle. Überall hört man die schrägen Töne und sieht Menschen bei diesem Freizeitvergnügen. Selbst im heruntergekommensten Haus bzw. einer Garage sieht man einen uralten Röhrenbildschirm, über den meist in miserabler Qualität die Karaoke Vorlage flimmert.

Ebenso wie in Thailand und Vietnam spielt Salz („keu“) beim Kochen keine Rolle. Gesalzen wird für gewöhnlich mit Soja-Sauce. Auch Reis wird ohne jegliches Gewürz angeboten.  Benötigte der eigene Geschmackssinn also ein wenig Salz, so empfehlen wir entweder das laotische Wort für Salz zu lernen, sehr gut Pantomime zu können oder aber das eigene Salz mit zu nehmen. Ohne diese Varianten braucht es meist mehrere Versuche, bis man tatsächlich Salz auf dem Tisch stehen hat. Manchmal funktioniert es auch gar nicht.

Öffentliche Busse sind gleichzeitig das Transportmittel für jegliche Dinge, die von A nach B gelangen müssen. Wundert euch also nicht, wenn dauernd angehalten wird, um Reissäcke, Fleisch, Weinkisten, Autoteile, Pakete und Briefe, Geld oder gar lebende Tiere einzuladen. Meist werden diese Lieferungen entlang der Strecke den Wartenden Personen ausgeladen.

Die Fahrten an sich sind sehr abenteuerlich und meistens grenzt es fast an ein Wunder, wenn man heil am Zielort ankommt.

Die Hupe ist in Dauerbetrieb und auch in Kurven wird sehr gerne überholt, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt oder ob ein anderes Fahrzeug entgegen kommt. Man hat das Gefühl, die Busfahrer denken, dass allein die Benutzung der Hupe vor jeglichem Unheil schützt…

Public-Transport-Laos-Bus-Minivan

Das öffentliche „Rumgerotze“, spucken und „Nase entleeren“ haben wir als noch schlimmer und extremer empfunden als in Thailand. Alle machen es. Immer, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Egal ob Mann, Frau oder Kind, Geschäftsleute, Ladenbesitzer oder Busfahrer. Es ist keinem unangenehm und anscheinend empfindet es auch niemand als unhygienisch oder unhöflich.

Bis zuletzt können wir uns einfach nicht daran gewöhnen und es fällt schwer sich an diesen Umstand zu gewöhnen.

Laoten haben einfach ein anderes Verständnis von Manieren. Diese gehen nicht konform mit unserem westlichen Denken und Verhalten.

Laos ist gut 20 % teurer als Thailand und erst recht als Vietnam. Uns hat das sehr überrascht, da wir bei unseren Nachforschungen im Vorfeld immer davon gelesen haben, wie günstig Laos auch im Vergleich zu seinen Nachbarländern sein soll. Laos hat lediglich Reis und Gemüse im eigenen Anbau. Der Rest muss importiert werden und ist daher vergleichsweise relativ teuer. Die Unterkünfte sind preislich mit Thailand vergleichbar.

Es gibt ausschließlich nur eine Haarfarbe: Schwarz. Außerdem natürlich alte Menschen, die bereits ergraut sind. Mit unseren blonden Haaren waren wir richtige Exoten und wurden oft auch genau so angestarrt.

Bei unserer Ankunft in Laos und unserem ersten Erkunden der Stadt in Luang Prabang fallen uns direkt die kleinen Tische am Straßenrand auf. Meist sitzt dort eine Person unter einem Sonnenschirm auf einem Hocker und hat einige Papiere vor sich. Für uns ist zunächst nicht ersichtlich, was dort alle paar Meter auf der Straße angeboten wird. Bei genauerem Hinsehen und Nachfragen erfahren wir, dass es sich um Lotterie“ und „Horoskope handelt. Nun seid ihr bei eurer Ankunft also schon mal schlauer als wir 😉

Lottery-Horoscope-Laos

Für die Planung von Tagestouren oder sonstigem erachten wir es als wichtig zu erwähnen, dass es je nach Jahreszeit morgens sehr nebelig und kalt sein kann.  Während unseres Aufenthaltes in Laos kam die Sonne meist gegen 12 Uhr raus und es war schlagartig fast 10 Grad wärmer und viel angenehmer. Also nicht verzweifeln, wenn ihr morgens aus dem Fenster schaut und vor lauter Nebel kaum etwas erkennen könnt. Hier braucht ihr kein schlechtes Gewissen zu haben mal etwas länger als gewöhnlich liegen zu bleiben😉

Diese Naturlaune ist natürlich stark abhängig von der bereisten Region und Jahreszeit. Bei uns war es auf der gesamten Stecke von Pakbeng, über Luang Prabang, Phonsavan und Xam Neua, bis zur vietnamesischen Grenze so.

Sobald man über die Grenze von Thailand nach Laos kommt ist es auffällig, dass die Beschilderungen nun vorwiegend in asiatischer Sprache und Schriftzeichen ausgewiesen ist. Im Vergleich zu Thailand findet man viel weniger in englisch, um sich zu orientieren. Lediglich in sehr touristischen Orten ist vieles in zwei Sprachen ausgewiesen.

Der Reis zu den verschiedenen Gerichten wird hier in kleinen Bastkörbchen serviert, die wie Umhängetaschen einen Henkel haben und hängend gelagert werden.

Wir sehen auch hier wieder unglaublich viele Einwohner, die immer einen Mundschutz tragen. Bei uns kennt man diese nur vom Krankenhaus oder von Baustellen, aber hier scheinen sie ein regelrechter Trend zu sein. Sie sind in allen Farben, Mustern und Designs erhältlich und jeder Einwohner unabhängig von Alter oder Geschlecht scheint mindestens Einen zu besitzen. Warum genau diese getragen werden kann uns niemand so richtig beantworten. Die Antworten gehen von Luftverschmutzung übe Hygiene, von Grippeprävention bis völliger Ahnungslosigkeit. Na dann, wenn sie es selbst nicht wissen, woher sollen wir die korrekte Antwort wissen?!…

Nicht nur uns ist schnell aufgefallen, dass die meisten Kinder sehr ruhig und geduldig zu sein scheinen. Das hat uns anfänglich wirklich fasziniert, bis wir bei genauerem Hinsehen festgestellt haben, dass dies leider oft eine Konsequenz daraus ist, dass sie geschlagen werden oder man sehr grob mit ihnen umgeht. Oft sieht man Kinder, die bereits ihren Kopf einziehen, wenn der Vater nur die Hand erhebt.

In einem Familien geführten Hostel  hat der Vater seine Tochter vor unseren Augen geschlagen, weil sie nicht ruhig war, als wir uns unterhalten haben. Ich glaube, ich habe ihn sehr entgeistert angesehen. Als ich an ihm vorbei schaue, sehe ich einen Schlagring auf dem Schreibtisch liegen und frage mich unweigerlich, was er wohl damit noch alles macht… Natürlich möchten wir das nicht verallgemeinern, aber es war an einigen Stellen doch sehr auffällig.

Typischer Fall von; „es ist nicht alles Gold was glänzt“…

Good to know about Laos 

NÜTZLICHE WÖRTER (in Lautschrift):

Sabaidee – Guten Tag, Hallo

Lakandö – Tschüss

Khop tchai – Danke

Khop tchai lai lai – Vielen Dank

Bo – nein

Euh / ö – ja

Prinzipiell werden die Wörter alle in der Aussprache etwas langgezogen.

the ten rules 

DIE 10 REGELN DER MÖNCHE IN LAOS:

Vor allem Mönchen sowie alten Menschen wird in Laos größter Respekt entgegen gebracht. Es schadet Niemandem diesen Personengruppen mit einer Verbeugung bei der Begrüßung Respekt zu zeigen und sie wie jeden anderen generell höflich und zuvorkommend zu behandeln.

Monk-Laos-Tempel

Wir begegnen mehreren angehenden jungen Mönche und unterhalten uns mit Ihnen über ihr Leben. Sie sind sehr interessiert, wissbegierig, motiviert und äußerst diszipliniert.

Um ihrem großen Ziel, dem Mönchsdasein näher zu kommen, müssen sie sich an 10 Regeln halten. Und das ausnahmslos und immer!

Diese sind je nach Ausrichtung wie folgt:

  1. Nicht töten
  2. Nicht stehlen
  3. Nicht lügen
  4. Kein Geschlechtsverkehr und sexuelle Abstinenz. Niemanden berühren.
  5. Kein Alkohol oder Drogen
  6. Nicht tanzen, singen, Instrumente spielen oder Fernsehen schauen
  7. Sich nicht parfümieren oder schmücken
  8. Kein hohes und breites Bett nutzen
  9. Kein Essen nach dem Mittag ( ab 12 Uhr ) zu sich nehmen
  10. Gold und Silber weder berühren noch besitzen. Kein Geld annehmen.

Sobald sie vollordinierte Mönche sind, müssen sie sich sogar an sage und schreibe 253 Regeln halten! Das ist für uns unvorstellbar und wem das hilft steht in den Sternen…

Die obigen Regeln 1-4 werden als die „vier Wurzeln“ und Regel 5-10 als die „sechs Äste“ bezeichnet.

Es ist wirklich faszinierend, worauf die jungen Männer bereit sind zu verzichten, um ihrer Rolle gerecht zu werden. Eigentlich ist all das verboten, was Jungs dieser Altersklasse für gewöhnlich Spaß macht. Dabei denke ich vor allem an Sport oder auch einfach nur Fahrrad fahren. „Weltlichen“ Vergnügen darf nicht nachgegangen werden.

Für den Körper ist es mit Sicherheit auch anstrengend ab 12 Uhr nichts mehr zu essen und jeden Morgen um 4:30 Uhr auf zu stehen, um dann feierlich durch die Straßen zu ziehen. Da sie viel lernen müssen, um ihre Prüfungen zu bestehen (dazu gehört auch englisch!) lernen sie oft bis spät in die Nacht. Wir erfahren, dass es im Durchschnitt maximal 5 Stunden Schlaf pro Nacht sind.

Mit unserem europäischen Verständnis könnte man die jungen Männer fast bemitleiden oder es gar als grausam oder traurig ansehen. In armen Ländern wie z.B. hier in Laos kann dies allerdings eine sehr positive Angelegenheit sein. Das Leben der angehenden Kindermönche ist keineswegs so hart und beschränkt, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint, da gelegentliche Verstöße nicht sehr streng geahndet werden. Ihr Leben ist vergleichbar mit dem in Internaten oder englischen „Boarding schools“. Sie genießen während ihrer Ausbildung fast genau so viel Respekt und ansehen, wie ein erwachsener Novize.

Die Kinder-Mönche, mit denen wir gesprochen haben, kommen aus sehr armen Familien auf dem Land, deren Einkommen kaum zum Überleben reicht. Daher nutzen die die Chance dort raus zu kommen und ihre Familie zu unterstützen. Kleidung, Essen und eine Grundschulausbildung sind Ihnen garantiert. Die Klöster erfüllen somit zumindest für die Jungs eine wichtige soziale Funktion. Die weiterführende Ausbildung oder ein Studium ist allerdings ein Problem. Lediglich das Buddhismus-Studium wird nach dem Grundschulabschluss unterstützt. So schaffen es nur die diszipliniertesten und finanziell unterstützte Kinder einen Job wie Arzt, Ingenieur oder Jurist auszuüben. Die Grundvoraussetzung sind gute Englisch Kenntnisse, daher wollten sich die Mönche auch immer mit uns unterhalten, um ihr Englisch zu üben und zu verbessern.

Ach ja; ganz wichtig: Solltet ihr ein Foto mit einem Mönch machen wollen dann müsst ihr immer niedriger als er positioniert sein! Dies soll den Mönchs-Status zusätzlich symbolisieren und seiner spirituellen Bedeutung Ausdruck verleihen.

Regeln-der-Mönche-in-Laos

An die Kultur anpassen 

DO’S AND DON’Ts IN LAOS – 10 NÜTZLICHE VERHALTENSREGELN

Der Buddhismus hat in Laos einen hohen Stellenwert und auf Tugenden wie Höflichkeit, Zurückhaltung und Freundlichkeit wird grössten Wert gelegt.

Aus Tradition sind die Menschen eher zurückhaltend-freundlich und meiden eine direkte Konfrontation, die die westlichen Besucher oftmals an den Tag legen. Die Reaktion der Einheimischen auf hitzige und laute Wutanfälle, sowie Wortgefechte auf der Straße oder an der Hotel-Rezeption ist häufig ein freundliches Lächeln oder ein eifriges Kopfnicken. Dadurch wird das Problem natürlich zumeist nicht gelöst. Man könnte die Laoten also als wenig lösungsorientiert und vielmehr harmoniebedürftig beschreiben.

  1. Die Menschen in Laos sprechen sanft und vermeiden jegliche Konfrontation. Man sollte weder schreien noch die Stimme erheben. Das verunsichert sie und gilt als unangebracht und unhöflich. Also Ruhe bewahren!
  2. Der Kopf ist hoch/oben und die Füße sind tief/unten. Es ist ein Ausdruck der Höflichkeit sich vorsichtig zu ducken und in die Hocke zu gehen, wenn man an jemandem Sitzenden vorbeigeht. Wir haben uns auf der Mekong Tour sehr gewundert und wussten nichts damit anzufangen, dass die älteren Laoten an allen Sitzenden fast auf allen Vieren vorbei gekrochen sind. Man sollte außerdem niemals über jemanden drüber steigen, der im Weg sitzt!
  3. Nacktbaden in der Öffentlichkeit ist äußerst unhöflich, verpönt und unangebracht.
  4. Es ist sehr unhöflich jemanden am Kopf zu berühren oder ihn darüber zu streicheln.
  5. Traditionell begrüßen sich die Laoten, in dem sie die Handflächen zusammenpressen und den Kopf leicht nach vorne beugen. Für Männer ist es auch erlaubt sich die Hände zu schütteln. Darauf sollte man als Frau verzichten.
  6. Das laotische Wort für „hallo“ ist „sabai dee“, normalerweise mit einem Lächeln ausgesprochen. Sich in der Öffentlichkeit zu berühren oder gar zu umarmen bringt den Gastgeber oder sein Gegenüber in Verlegenheit.
  7. In Laos ist der Kopf hoch und die Füße niedrig. Die Füße zu etwas anderem zu benutzen als zum Laufen, diese hochzulegen (z.B. Auf einen Stuhl oder Tisch) oder gar damit Sport zu treiben gilt im allgemeinen als unverschämt, unanständig, primitiv und unhöflich. Das erklärt auch, warum wir in Laos kaum Menschen getroffen haben, die einen Sport ausüben.
  8. Laoten schätzen saubere und ordentlich gekleidete Gäste sehr. Es ist ein Zeichen von Respekt als angemessen angesehene Kleidung zu tragen (Hosen und Röcke bedecken die Knie, Oberteile bedecken die Schulter). Dies ist auch ein Zeichen von Respekt gegenüber den Gepflogenheiten der Einheimischen.
  9. Bevor man das Haus oder auch das Hotel eines Laoten betritt, muss man unbedingt daran denken die Schuhe auszuziehen!
  10. Sich in der Öffentlichkeit zu berühren, Zuneigung zu zeigen oder gar zu küssen gilt als rüde und ist sehr unhöflich. Die Laoten fühlen sich vom öffentliche Austausch von zärtlichen peinlich berührt. Bitte Diskretion wahren!

Eure Angelika

 

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